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Auf Gewinn gerichtet: In 3 Schritten zum aktiven Profitabilitäts-Management

Richard Quest, einer meiner Lieblings-Anchormen, beendet seine Show „Quest means Business“ stets mit dem Spruch „Whatever you are up to in the coming days, I hope it’s profitable“. „Profitable“ meint in diesem Fall eher nützlich und lohnend als ausschließlich finanziell profitabel, jedoch finde ich den Appell im unternehmerischen Kontext besonders treffend. Jedes Unternehmen, das auf Dauer existieren möchte, muss Geld verdienen. Die Maxime der Gewinnerzielungsabsicht definiert Kaufleute und ist aus gutem Grund im Handelsrecht und Steuerrecht verankert. Sie soll Unternehmen dazu veranlassen auf eine positive Ertragslage zu achten.

Die Gewinngleichung lautet simpel:
Umsatz – Kosten > 0

Während diese Logik in Unternehmen aus den sogenannten „traditionellen Branchen“ notwendigerweise täglich gelebt wird, wird gerade in der Startup-Szene Profitabilität gerne als sekundär oder gar spießig angesehen. Man hat ja schließlich eine größere Aufgabe. Bei aller Begeisterung und bei allem ehrlichen Verständnis für die Missionare der digitalen Revolution (wir fühlen uns ja selbst mindestens als Mitstreiter), muss ich trotzdem immer an Michael Porter denken, der sagte: „If your goal is anything but profitability…you’ll hit problems!“.

Notwendige Perspektive auf operativen Gewinn

Diese Aussage beweist sich in der unternehmerischen Realität täglich, wenn wir über Insolvenzen lesen. Bei allen Erklärungen für das Scheitern von Unternehmen, die teilweise enormes Potenzial hatten, läuft bei unternehmerischen Krisen alles auf mangelnde Profitabilität und in der Konsequenz mangelnde operative Liquidität heraus. Für alle Unternehmer, ja auch für Startups, bedeutet das, dass ein Unternehmen, das nach den Anlaufverlusten der Aufbauphase, keine Perspektive auf operativen Gewinn hat, maximal ein (teures) Hobby ist und dafür wäre es ja wirklich zu schade.​

Wie nun also die Profitabilität aktiv managen?

Im ersten Schritt müssen die Grundlagen geschaffen werden. Dazu sind drei einfach umsetzbare Schritte notwendig:

1. Struktur schaffen

Welche Produkte und Dienstleistungen bietet dein Unternehmen an? Welchen Preis haben diese und welche Kosten entstehen aus der Herstellung? Was bleibt nach Abzug der Kosten vom Preis übrig für die Deckung der anderen Kosten im Unternehmen? Das sind die wichtigsten Fragen für die Schaffung einer Struktur für das Profitabilitätsmanagement.

2. Ziele festlegen

Ohne Profitabilitätsziele weiß man nicht, wo die Reise hingehen soll. Lege dir für jedes deiner Produkte ein Umsatz- und Deckungsbeitragsziele fest. Dann plane, welche Kosten, du unabhängig von der Herstellung deiner Produkte hast (z.B.: Büro, Strom, Kfz etc.) und lege dir ein Ziel fest, welches Ergebnis nach Abzug aller Kosten übrig bleiben soll. Das ist dein Gewinn vor Steuern. Die Steuern sind dann wieder ein Thema für sich :-).

Hier könnt ihr euch übrigens eine Vorlage für eine Zielekarte herunterladen. In unserem Blogbeitrag Die 4 Bausteine für ein erfolgreiches Zielemanagement gehen wir zudem darauf ein, wie man mit einfachen Mitteln diese Struktur aufbauen kann.

Deine persönliche Zielekarte hilft dir beim Aufbau eines Zielemanagements und gibt dir eine Vorlage zur Strukturierung deiner Ziele an die Hand.

3. Regelmäßig Umsätze und Kosten erfassen

Der Motor für Profitabilitätsmanagement sind aktuelle Zahlen. Erfasse deine Umsatz- und Kostenzahlen so aktuell wie möglich und warte nicht auf die Auswertungen des Steuerberaters. Die kommen meist zu spät. Wenn du nur wenige Rechnungen hast, dann kannst du die Umsätze und Kosten in einer einfachen Excel-Tabelle erfassen. Falls das zu aufwendig ist, gibt es mittlerweile sehr gute Tools, die dir diese Arbeit abnehmen. Eine sehr große Hilfe in diesem Zusammenhang sind Plattformen, die dir die Buchhaltungsvorbereitung erleichtern.

Wenn diese Grundlage geschaffen ist, dann kann der spaßige Teil losgehen, nämlich die Optimierung der Profitabilität! Dazu liefert uns die einfache Gewinngleichung die einzigen zwei Stellhebel:

Die nachhaltige Variante:

Umsatz steigern

Die Symptomheilung:

Kosten senken

In diesem Sinne „whatever you’re up to in the coming days, we hope it’s profitable.“

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