Business Case

Ein Business Case ist die strategische und betriebswirtschaftliche Beurteilung einer Investition oder eines Vorhabens. Der Business Case enthält typischerweise unterschiedliche Szenarien für den Ausgangs dieses Vorhabens und liefert Führungskräften eine Grundlage zur Entscheidung für oder gegen eine Investition.

INHALT

Business Case: Übersicht

Ein Business Case ist immer dann notwendig, wenn für ein bestimmtes Vorhaben oder Projekt monetäre und andere Ressourcen aufgewendet werden müssen. Es gilt dabei abzuwägen und letztendlich zu entscheiden, ob sich die Investition dieser Ressourcen lohnt.

Die Beurteilung, ob es „sich lohnt“ wird typischerweise in zwei Dimensionen vorgenommen – monetär und Nutzenbasiert. Eine Investition lohnt sich monetär, wenn durch die Realisierung z.B. der Ertrag höher als Kosten ist (in Ausnahmen kann es auch eine Abwägung zwischen Einzahlungen und Auszahlungen sein). Aus Sicht des Nutzens lohnt sich eine Investition wenn dadurch ein strategischer, operativer oder Wettbewerbs-Vorteil entsteht.

Um die Beurteilung möglichst objektiv zu gestalten und den Verantwortlichen eine Entscheidungsgrundlage zu liefern, fasst man alle relevanten Informationen und Berechnungen in einem Business Case zusammen. Darin enthalten sein sollten mindestens Die Ausgangslage, das Ziel, das eigentliche Vorhaben, die monetäre und Nutzenbasierte Beurteilung, eine Risikoabschätzung und die Entscheidungsgrundlage selbst.

Business Case: Typische Inhalte

Ein Business Case dient als Grundlage für Verantwortliche, um eine Entscheidung zur Durchführung eines Vorhabens zu treffen. Dementsprechend ist es notwendig, dass diese Entscheidungsgrundlage möglichst objektiv gestaltet ist. Darin enthalten sein sollten mindestens Die Ausgangslage, das Ziel, das eigentliche Vorhaben, die monetäre und Nutzenbasierte Beurteilung, eine Risikoabschätzung und die Entscheidungsgrundlage selbst.

Um dies zu erreichen sollte ein Business Case mindestens aus folgenden Teilen bestehen: Darin enthalten sein sollten mindestens Die Ausgangslage, das Ziel, das eigentliche Vorhaben, die monetäre und Nutzenbasierte Beurteilung, eine Risikoabschätzung und die Entscheidungsgrundlage selbst.

Unser Tipp: Für den Fall, dass ihr einmalig einen Business Case erstellen müsst, wählt einfach eine möglichst simple Form – ein Textdokument reicht oft aus. Bei mehrfacher Erstellung lohnt sich eine strukturierte Vorlage mit automatischen Berechnungen.

Business Case: Berechnung

Einige Inhalte für den Business Case müssen explizit berechnet werden. Dazu gehören insbesondere die monetäre Beurteilung sowie die Risikoabschätzung.

Monetäre Beurteilung im Business Case

Zur monetären Beurteilung eines Vorhabens ist es wichtig, folgende Bestandteile gegenüber zu stellen:

Aus diesen Bestandteilen kann man nun ableiten, ob sich das Vorhaben aus monetärer Sicht lohnt. Sind die zu erwartenden Erträge bzw. Kosteneinsparungen höher als die Investitionskosten und zukünftigen laufenden Kosten oder nicht.

Oft ist es schwierig insbesondere die einmaligen Investitionskosten laufenden Positionen gegenüberzustellen. Eine sehr verbreitete und erfolgreiche Mehtode ist die sogenannte „Discounted Cashflow“ (DFC) oder einfacher Ertragswert Methode. Bei dieser Berechnung wird der Wert einer Investition (= Summe aller zu erwartenden Erträge in der Zukunft minus aller Kosten inkl. der Investition) auf den heutigen Tag „zurückgerechnet“.

Unser Tipp: Nicht jeder Business Case muss mit komplexen Berechnungsmodellen versehen werden. Einfache Vorhaben können auch einfach durch die Formel Gesamtertrag – Gesamtkosten > 0 bewertet werden.

Risikoanalyse im Business Case

Zur richtigen Einschätzung von Risiken für ein Vorhaben ist es notwendig, alle Risiken zunächst aufzulisten. Hat man alle relevanten Risiken für ein Vorhaben identifiziert und ggf. in unterschiedliche Kategorien sortiert, ist es wichtig diese Risiken zu bewerten.

Die Bewertung von Risiken erfolgt in der Regel in zwei Dimensionen – die Schwere der Auswirkung sollte ein Risiko eintreten und die Eintrittswahrscheinlichkeit. Bewertet die Risiken also zum einen hinsichtlich der Schwere der Auswirkungen (z.B. gering, mittel, hoch) und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit (in % ggf. gestuft 20% / 40% / 60% / 80%).

Sowohl das Ergebnis der monetären Beurteilung als auch der Risikoanalyse solltet ihr in der Entscheidungsgrundlage wieder aufgreifen oder – sofern dies ein entsprechendes Ergebnis ist – die Empfehlung aussprechen, das Vorhaben auf Grund der Analyse zu verwerfen.

Weiterführende Informationen

Eine detaillierte Beschreibung der Discounted Cashflow Methode gibt es beispielsweise bei Wikipedia

Das Gabler Wirtschaftslexikon hat ebenfalls einen Artikel über das Thema Business Case geschrieben. Zum Artikel >>

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