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Cashflow Planung – der Maßstab auf dem Messbecher für die Liquidität

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Umsatz minus Kosten zu planen reicht gerade in unsicheren Zeiten häufig nicht mehr aus. Es besteht die Notwendigkeit einen detaillierten Ausblick auf die Liquiditätsentwicklung und mögliche Engpässe zu bekommen. Hierfür ist die Cashflow Planung das Mittel der Wahl. In diesem Beitrag zeigen wir euch zwei unterschiedliche Wege, wie ihr diese pragmatisch erstellen könnt.

1. Integrierte Cashflow Planung

Die Königsdisziplin des vorausschauenden Controllings ist die integrierte Planung. Dabei werden die „Big Three“ der Planung (Profitabilität, Bilanz und Cashflow) gemeinsam geplant. Das führt zu einer umfassenden Sicht auf das Unternehmen.

In der integrierten Planung ergibt sich der Cashflow aus Profitabilitäts- und Bilanzplanung. Dabei werden vom geplanten Gewinn oder Verlust alle Positionen aus der Bilanz eliminiert, die keinen Effekt auf die Liquidität haben. Außerdem werden alle anderen Positionen aus der Bilanz, für die Geld fließen wird, die aber keine Relevanz für Gewinn oder Verlust haben, ergänzt. Dazu zählen vor allem Investitionen oder Rückzahlungen von Krediten.

Im Ergebnis entsteht eine Cashflow Planung nach der indirekten Methode. Wie genau der indirekte Cashflow berechnet wird, könnt ihr hier nachlesen!

Die Grundlagen für die integrierte Cashflow Planung sind realistische Planungen der Profitabilität und  Bilanz. Dabei gilt es vor allem Zahlungsziele sowie Lager- und Vorratsbewegungen möglichst genau abzuschätzen und geplante Investitionen realistisch zu terminieren.

Unser Tipp: Für den Fall, dass ihr euch bei der integrierten Planung für euer Unternehmen helfen lassen möchtet: Unsere Sparringspartner führen euch gerne in einem vollständigen Workshop durch alle relevanten Teile der Planung durch. Sprecht uns an!

2. Kurzfristige Cashflow Planung

Während die integrierte Planung einen mittelfristigen Horizont verfolgt, ist das Ziel der kurzfristigen Cashflow Planung die Sicherung der unmittelbaren Zahlungsfähigkeit. Daher erfolgt die Planung auf einer wesentlich detaillierteren Ebene, mindestens auf Wochenbasis oder sogar tagesgenau.

Basis hierfür ist die Einschätzung der zukünftigen Ein- und Auszahlungen auf den relevanten Bankkonten. Dabei werden typischerweise die Ein- und Auszahlungen nach folgender Struktur eingeteilt:

Ein gutes Belegmanagement mit detaillierter Pflege der Zahlungsziele für Ausgangs- und Eingangsrechnungen ist dabei ein großer Erfolgsfaktor. Moderne Tools wie lexoffice, domonda und sevDesk vereinfachen den Prozess erheblich. 

Folgende Informationen sollten für die kurzfristige Cashflow Planung vorliegen:

Unser Tipp: Unser Partner commitly.com bietet eine großartige Liquiditätsplanungslösung, die die Prognose der Liquiditätsentwicklung anhand der Ein- und Auszahlungen unterstützt.

Die folgende Tabelle stellt die beiden vorgestellten Methoden zur Planung der Liquiditätsentwicklung gegenüber.

Integrierte Cashflow Planung Kurzfristige Cashflow Planung
Ziel
Optimierung mittelfristiger Liquiditätsentwicklung
Sicherstellung kurzfristige Liquidität
Typischer Planungshorizont
12 Monate oder länger
3 Monate
Planungsebene
Monat
Tag / Woche
Methodik
Indirekte Ermittlung aus Profitabilitäts- und Bilanzplanung
Prognose der Ein- und Auszahlungen auf den Bankkonten(kein Abfluss von Liquidität)
Planungsgrundlage
Profitabilitätsplanung (Gewinn- und Verlust) und Bilanzplanung
Rechnungen / Belege und Dauerschuld­verhältnisse
Vorteile

Integriertes Planungssystem mit klarer Überleitbarkeit der Effekte aus Profitabilität und Bilanz


Cash Flow Planung wird errechnet und muss nicht in Einzelpositionen aktualisiert werden

Hohe Genauigkeit


Einfach verständlich und vergleichbar mit Banktransaktionen

Nachteile

Indirekte Cash Flow Logik ist schwieriger nachvollziehbar als Ein- und Auszahlungssicht


Forecasts müssen immer für Profitabilität und Bilanz vorgenommen werden

Aufwendig, da viele Positionen geplant werden müssen


Isolierte Liquiditätssicht und geringe Überleitbarkeit zu Profitabilitäts- und Bilanzplanung

Fazit: Nicht „oder“ sondern vielleicht sogar „und“

Während sich die beiden Methoden in ihrer Herangehensweise unterscheiden, ist es auch für KMU überlegenswert einen guten Mix zu finden. Die integrierte Cashflow Planung offenbart im Zuge der jährlichen Budgetierung und quartalsweisen Forecasts  Potenziale für die mittelfristige Liquiditätsoptimierung. Die kurzfristige Cashflow Planung hingegen ermöglicht kurzfristige Optimierungen der Ein- und Auszahlungen.

Wir sind neugierig auf eure Erfahrungen!

Wie gut hat euch diese Erläuterung weitergeholfen? Erzählt es uns in einer E-Mail an hello@meetadam.io

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