Forecast

Der Forecast ist ein Planungsinstrument, mit dem Unternehmen eine unterjährige Prognose der Zielerreichung und Abweichungen ermöglicht. Damit können frühzeitig Handlungsbedarfe aufgezeigt und korrektive Maßnahmen gesetzt werden.

INHALT

Forecast: Übersicht

Der Forecast ermöglicht eine unterjährige Prognose der Zielerreichung und zeigt Handlungsbedarfe zur Schließung von Ziellücken auf.

Die Durchführung erfolgt regelmäßig oder auf Ad-Hoc Basis und beinhaltet entweder das laufende Wirtschaftsjahr wird rollierend erstellt.

Während trendbasierte Methoden auf vorhandenen Ist- und Budgetwerten aufsetzen, setzen elaboriertere Methoden auf die Prognose von Effekten und Werttreibern.

Forecast: Definition

Der Forecast  (englisch für Prognose, abgekürzt FC) ist neben dem Budget das zentrale Planungsinstrument im operativen Controlling. Er ermöglicht eine unterjährige Prognose der Ziel- bzw. Budgeterreichung. Damit können frühzeitig Handlungsbedarfe erkannt und Maßnahmen zur Schließung von Lücken zu den Zielwerten gesetzt werden. 

Durchführung und Reichweite

In Bezug auf die Durchführung werden zwei Formen unterschieden:

In Bezug auf die Reichweite werden zwei Formen unterschieden:

Der Forecast kann für das gesamte Unternehmen oder für Teilbereiche (z.B.: Vertrieb) erstellt werden und kann  die Prognose der Profitabilität, Cashflow und Liquidität beinhalten.

Abhängigkeit zu Budget

Der Forecast wird zusätzlich zum Budget erstellt und ist im Reporting als separater Werttyp darzustellen, damit die Zielabweichung immer akkurat gemessen werden kann. Das Budget bildet in der Regel den Ausgangspunkt für die unterjährige Prognose. Bei rollierender Durchführung, ermöglichen die Prognosewerte wiederum die Grundlage zur Budgeterstellung des Folgejahres.

Unser Tipp: Definiert einen Controlling-Kalender mit festgelegten Zeitpunkten für die Durchführung sowie den relevanten Planungsinhalten für Budget und Forecast.

Forecast: Methoden

Zur Erstellung kann auf eine Vielzahl von Methoden zurückgegriffen werden. In der Praxis kommen bei Klein- und Mittelunternehmen und Startups drei Methoden oder deren Kombinationen regelmäßig zur Anwendung:

Trendbasierter Forecast

Diese Methode setzt auf vorhandenen Ist-und Budgetwerten auf und schreibt diese mittels verschiedener mathematischer Instrumente fort. Die einfachste Form ist die Kombination von Ist- und Budgetwerten für das aktuelle Wirtschaftsjahr.

Basis FC = Verfügbare Ist-Werte (laufendes Jahr) + Budgetwerte (Restjahr)

Effektbasierter Forecast

Bei dieser Methode liegt der Fokus auf  erwartbaren Ereignissen, die das Ergebnis signifikant beeinflussen könnten. Diese Effekte werden separat prognostiziert und beziffert. Daraus entsteht eine „Effekt-Brücke“, die den Einfluss der Effekte auf das Ergebnis darstellt.

Effektbasierter Forecast = Basis FC +/- Effekte

Werttreiberbasierter Forecast

Bei dieser Methode werden die wesentlichen Geschäftstreiber des Unternehmens prognostiziert und daraus die Ergebnisveränderung abgeleitet. Für die Profitabilität können beispielsweise die wesentlichen Treiber für das EBIT herangezogen werden (siehe Abbildung).

forecast budgetplanung profitabilitaet

Werttreiberbasierter Forecast = Basis FC +/- Veränderung Geschäftstreiber

Weiterführende Informationen

Haufe: Definition, Methoden und Kennzahlen sowie Excel-Tipps

Controlling verstehen: Video-Erklärung zu Definition, Methoden und Einsatzgebiete

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