So steuerst du dein Wachstum über Recurring Revenue

Recurring Revenue
Folgendes erwartet dich in diesem Beitrag zum Recurring Revenue:

In der Welt der Dienstleister ist der Recurring Revenue das Utopia der Umsatzgenerierung. Regelmäßig wiederkehrende, planbare Umsätze bringen Stabilität und Vorhersehbarkeit in die Einnahmen und scheinbar endlose Möglichkeiten, die Kosten dahinter zu optimieren. Aber ist das so?

In diesem Beitrag machen wir deinen Deep Dive in den Reccuring Revenue und ich zeige dir, wie du dieses spezielle Revenue Modell steuerst und effektiv planst. Tauchen wir ein!​

Recurring Revenue = Umsatz, oder doch nicht?

Beim Recurring Revenue Geschäftsmodell, zahlt der Kunde – ähnlich wie bei einem Retainer – eine immer gleiche Pauschale für eine feste Leistung oder eine bestimmte Anzahl von Stunden. Es handelt sich dabei meist um ein Abo, das der Kunde abschließt und sich damit für einen Zeitraum bindet. Die Zahlungen sind oft unabhängig von der Bindung (z.B.: jährliche Bindung, monatliche Zahlung). Typische Anwendungsfälle für ein Recurring Revenue Modell sind:

Recurring Revenue

Recurring Revenue = Regelmäßig wiederkehrende Umsätze, die mit Abonnement Kunden erzielt werden.

Und hier wird auch schon der Unterschied zum klassischen Umsatz deutlich.

Umsatz = die Summe der in einer Periode verkauften Leistungen 

Der Recurring Revenue ist eine Bestandsgröße, die sich mit Änderungen (Upgrades, Downgrades, Kündigungen) verändert. Der Umsatz wird immer neu gerechnet. Hier zwei Beispiele:
Bevor wir Planung und Steuerung von Recurring Revenue optimieren, schauen wir uns an, wo die Zahl überall hineinwirkt.

Deep Dive: Eine vollständige Gegenüberstellung von Umsatz und Recurring Revenue findest du hier.

Wo ist der Recurring Revenue in meinen Finanzberichten?

Der Recurring Revenue spielt in alle drei Elemente deines Finanzreporitngs hinein:
Recurring Revenue
Also ganz schön was los. Die korrekte Darstellung in deinen Finanzberichten ist entscheidend, damit du den Recurring Revenue steuern kannst . Hier ein Beispiel:
Du verkaufst ein Jahresabo für 1.200 EUR mit Vorauszahlung und Zahlungsziel 1 Monat nach Bestellung. Folgendes passiert nun in diesem Jahr in deinen Berichten:
Die ersten beiden Schritte sind also nur in der Bilanz sichtbar:
Recurring Revenue
Recurring Revenue
Recurring Revenue

Pro Tipp: Eine monatlich korrekte Bilanz ist essenziell, um deinen Recurring Revenue gut zu steuern. Hier findest du die wichtigsten Tipps für deinen korrekten Monatsabschluss.

Wie plane ich meinen Recurring Revenue?

Für eine solide Planung und Steuerung deines Recurring Revenue führt kein Weg daran vorbei, einen Blick in deine Gewinn- und Verlustrechnung sowie deine Bilanz zu werfen. Zum Glück bekommst du die ja ohnehin aus deiner Buchhaltung – ganz ohne Extraaufwand.
Je nach Zahlungsmodalitäten deiner Kunden unterscheidet sich die Planung:

Recurring Revenue mit monatlichen Zahlungen

Du legst monatliche Rechnungen für deine Leistungen und diese werden auch monatlich bezahlt. Dann ersparst du dir die Bildung von Passiven Rechnungsabgrenzungen und kannst sehr einfach nach diesem Muster planen:

Recurring Revenue mit quartalsweisen oder jährlichen Zahlungen

Wenn du jährliche Rechnungen im Voraus stellst, ist das für deinen Cashflow optimal, für die Planung musst du dabei zwei Extraschritte gehen.

Pro Tipp: Eine gute Finance Software automatisiert den Prozess der Recurring Revenue Planung für dich. Hier sind 5 heiße Eisen für Finanzplanung-Tools.

Mit diesen 3 Zahlen weißt du, ob dein Recurring Revenue funktioniert

Ein erfolgreiches Recurring Revenue Modell ist nicht nur gut geplant, sondern erhöht deine Liquidität, in dem du den Kunden zu deiner Bank machst und Vorauszahlungen für deine Leistungen einforderst. Wenn ich mir mit meinen Kunden ihr Recurring Revenue Modell auditiere, schaue ich mir an, ob die folgenden 3 Kennzahlen steigen:

Pro Tipp: Mach dir ein Dashboard, das dir jeden Monat diese 3 Kennzahlen und ihre Entwicklungen nebeneinander darstellt. Dann hast du den vollen Überblick über das Wachstum.

Fazit: Recurring Revenue als Schlüssel

Ein Recurring Revenue Modell ist ein zentraler Schlüssel zu einem stabilen und vorhersehbaren Umsatzwachstum für Dienstleister. Das klappt aber nur, wenn du ihn richtig in deinen Finanzberichten abbildest und alle Aspekte – von der Anzahlung bis zur Umsatzerbringung – optimierst.

Mit einer durchdachten Strategie für deinen Recurring Revenue machst du dein Unternehmen resilienter, planbarer und langfristig erfolgreicher!

Weiterführende Informationen

Simon Kucher Consultants: Übersicht über Recurring Revenue Modelle

OMR: Subscription Management Software im Test

Wir sind neugierig auf eure Erfahrungen!

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Die wichtigsten Fragen des Beitrags noch mal auf einen Blick

Recurring Revenue sind wiederkehrende Einnahmen durch Abos. Umsatz ist die Summe aller verkauften Leistungen in einem Zeitraum.
Recurring Revenue erscheint in der Bilanz (Forderungen, Rechnungsabgrenzung) und GuV (monatlicher Umsatz).
  • Umsatz (Wachstum der Leistungen)
  • Bankguthaben (Vorauszahlungen)
  • Passive Rechnungsabgrenzungen (Kundenbindung)
INHALT

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