Summen und Saldenliste

Die Summen und Saldenliste ist die Auflistung aller bebuchter Konten der Buchhaltung und zeigt die Anfangs- und Endbestände sowie die Kontenbewegungen für jedes Konto. 

INHALT

Summen und Saldenliste: Übersicht

Die Summen und Saldenliste ist eine Standardauswertung der Buchhaltung und zeigt die Entwicklung aller Buchhaltungskonten.

Der Aufbau folgt einer einheitlichen Struktur, bestehend aus Konten in den Zeilen, Perioden in den Spalten und den Salden als Werte je Konto und Periode.

Sie liefert die Grundlage zur Analyse von Profitabilität, Liquidität und Cashflow und ist damit eine essenzielle Datenquelle für das Controlling.

Summen und Saldenliste: Definition

Die Summen und Saldenliste ist die Auflistung aller bebuchter Konten der Buchhaltung. Dies beinhaltet sowohl die Konten der Gewinn- und Verlustrechnung als auch die Konten der Bilanz. Sie zeigt die Anfangsbestände und Endbestände aller Konten sowie deren Kontenbewegungen in den einzelnen Perioden. Die einzelnen Kontenbewegungen werden als Salden bezeichnet. 

Saldo = Veränderung des Kontostandes des Buchhaltungskontos

Die Salden werden  je nach Buchhaltungslogik mit unterschiedlichen Vorzeichen dargestellt. Dies hängt von der jeweiligen Kontengruppe ab:

Kontengruppe Soll / Haben Saldologik Veränderung
Ertragskonten
Soll
positiver Wert (z.B. + 5.000)
Ertrag hat sich verringert
Ertragskonten
Haben
negativer Wert (z.B. - 5.000)
Ertrag hat sich erhöht
Aufwandskonten
Soll
positiver Wert (z.B. + 5.000)
Aufwand hat sich erhöht
Aufwandskonten
Haben
negativer Wert (z.B. - 5.000)
Aufwand hat sich verringert
Aktive Bestandskonten
Soll
positiver Wert (z.B. + 5.000)
Bestand hat sich erhöht
Aktive Bestandskonten
Haben
negativer Wert (z.B. - 5.000)
Bestand hat sich verringert
Passive Bestandskonten
Soll
positiver Wert (z.B. + 5.000)
Bestand hat sich verringert
Passive Bestandskonten
Haben
negativer Wert (z.B. - 5.000)
Bestand hat sich erhöht

Die Summen und Saldenliste ist die Grundlage für das Reporting aus der Buchhaltung. Dazu zählen unter anderem Profitabilität, Liquidität, Cashflow und die BWA.

Summen und Saldenliste: Aufbau

Die Struktur folgt einem tabellarischen Schema, bestehend aus Zeilen für die Kontengruppen und Spalten für die Perioden. In der Regel findet sich folgende beispielhafte Struktur vor:

Kontonummer Bezeichnung Monat Soll / Haben Gesamt Soll / Haben
2300
Kundenforderungen
40.000
S
75.500
S
4200
Erlöse Inland
50.000
H
650.000
H

Aufbau der Spalten

Die Spalten haben folgenden Aufbau:

Je nach Aufbau werden die Monatssalden entweder durch verschiedene Vorzeichen oder durch ein Soll / Haben Kennzeichnen dargestellt.

Aufbau der Zeilen und Werte

In den Zeilen sind die einzelnen Buchhaltungskonten und zugehörige Monatssalden aufgelistet. Diese sind nach Kontengruppen aufgeteilt. Folgende Kontengruppen sind abgebildet:

Kontengruppe Inhalt
Ertragskonten
Umsatz, sonstige betriebliche Erträge
Aufwandskonten
Material-, Personal- sonstige Kosten, Abschreibungen
Aktive Bestandskonten
Anlagevermögen, Umlaufvermögen (Forderungen, Vorräte etc.)
Passive Bestandskonten
Eigenkapital, Verbindlichkeiten, Rückstellungen
Debitoren
Kunden mit offenen Rechnungen
Kreditoren
Lieferanten mit offenen Rechnungen

Unser Tipp: Wie ihr die Summen und Saldenliste lesen und für die Analyse von Profitabilität, Cashflow und Liquidität nutzen könnt, haben wir für euch in unserem Blogbeitrag aufgeschrieben.

Weiterführende Informationen

DATEV Helpcenter: Auswertung in DATEV ausgeben

bookamat: Erklärung zu Saldenliste in Österreich mit Erläuterung zu BMD

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